Solange nur eine Beteiligung im Portfolio ist, bleibt die getrennte Vertriebsstruktur eine Randnotiz: Es gibt niemanden, mit dem man sich abstimmen müsste. Das ändert sich mit der zweiten Beteiligung. Ab dem Tag des Closings gibt es zwei Vertriebsteams, zwei Preislogiken und keine gemeinsame Pipeline. Die im Investment Memo unterstellte Synergie ist ab jetzt eine offene Aufgabe.
Bleibt das Thema liegen, zeigt es sich trotzdem von selbst. Nur meist zum ungünstigsten Zeitpunkt: entweder in der nächsten Planungsrunde, wenn sich der Auftragseingang nicht mehr auf eine Zahl bringen lässt. Oder spätestens in der Vendor Due Diligence vor dem Exit, wenn der Käufer jede Zahl gegen das System prüft. Dann zeigt sich die Lücke als Tatsache, die sich nicht mehr rückwirkend schliessen lässt.
Deshalb ist das Closing der zweiten Beteiligung für den Operating Partner der Moment, an dem aus der Absicht ein Auftrag mit Datum wird. Und zwar einer, der sich für jede weitere Beteiligung im Portfolio wiederholen lässt, statt für jede neu erfunden zu werden.